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FOLGEN SIE MIR!

Die Nachricht über den gestrigen Vorfall auf dem Schulgelände in Gose - Neu Zittau macht mich tief betroffen und sprachlos.

In diesen schweren Stunden sind meine Gedanken bei allen, die unmittelbar oder mittelbar von diesem Ereignis betroffen sind. Mein tiefes Mitgefühl gilt den ...Angehörigen und Freunden sowie den Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und der gesamten Schulgemeinschaft.

Ein solches Ereignis hinterlässt Trauer, Bestürzung und viele Fragen. Umso wichtiger sind jetzt Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung und ein respektvoller Umgang miteinander.

Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft für die kommende Zeit und Menschen an ihrer Seite, die ihnen Halt, Trost und Zuversicht geben.

#starkdurchzusammenhalt #märkischoderland #simonaontour #feuerwehr @frank.fiedler.oderbruch

#starkdurchzusammenhalt #amtbarnimoderbruch #freiwiilligefeuerwehr #protzel @frank.fiedler.oderbruch

Aktuelles

Presse/Nachrichten/Veranstaltungen


1.9.26 | Gedenken zum 87. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen am Gedenkort für Polen 1939–1945 in Berlin

Gemeinsam erinnern – Verantwortung für die Zukunft tragen

Am Dienstag, dem 1. September 2026, fand am temporären Gedenkort für Polen 1939–1945 in Berlin die zentrale Gedenkveranstaltung zum 87. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen statt. Mit dem Angriff des nationalsozialistischen Deutschlands auf Polen am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg – und für die Menschen in Polen eine Zeit von Krieg, deutscher Besatzung, Terror und millionenfachem Leid.

Am Gedenkort für Polen 1939–1945 kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Diplomatie und Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsam der Opfer zu gedenken.

Unter den Teilnehmenden waren Jan Tombiński, Geschäftsträger a. i. der Republik Polen in der Bundesrepublik Deutschland, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, sowie Knut Abraham, Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit.

Auch wir als Bundesvorstand der Deutsch-Polnischen Gesellschaften waren bei der Gedenkveranstaltung vertreten. Mit der Niederlegung eines Gebindes haben wir der Opfer gedacht und zugleich ein Zeichen für die besondere Verantwortung gesetzt, die aus unserer gemeinsamen Geschichte für die deutsch-polnischen Beziehungen erwächst.

Erinnerung an die Massaker von Piaśnica

Ein besonderer Schwerpunkt des diesjährigen Gedenkens lag auf den Massakern von Piaśnica (Piasnitz) in der Nähe von Wejherowo westlich von Danzig.

Bereits wenige Wochen nach dem deutschen Überfall begann dort die systematische Ermordung Tausender Menschen durch die deutschen Besatzer. Unter den Opfern befanden sich zahlreiche Angehörige der polnischen Intelligenz und gesellschaftlichen Eliten – darunter Lehrer, Geistliche, Ärzte, Juristen, Beamte und weitere Persönlichkeiten des öffentlichen und kulturellen Lebens.

Piaśnica steht damit beispielhaft für den Terror, der die deutsche Besatzung Polens von Anfang an kennzeichnete. Es ging nicht allein um militärische Eroberung. Gezielt sollten gesellschaftliche Strukturen zerstört und Menschen ermordet werden, die für die polnische Kultur, Bildung und Identität standen.

Junge Menschen geben der Erinnerung eine Stimme

Besonders eindrücklich war bei der Gedenkveranstaltung die Beteiligung junger Menschen. Schülerinnen und Schüler trugen Texte und Zeitzeugenberichte vor.

Dadurch wurde Geschichte nicht nur als eine Abfolge von Daten und Ereignissen erfahrbar. Hinter den historischen Zahlen wurden einzelne Menschen, ihre Erfahrungen, ihre Ängste und ihre Schicksale sichtbar.

Gerade 87 Jahre nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs kommt der Weitergabe dieser persönlichen Erinnerungen eine immer größere Bedeutung zu. Die Generation der unmittelbaren Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wird kleiner. Umso wichtiger ist es, dass junge Menschen ihre Geschichten kennenlernen, weitertragen und damit dazu beitragen, die Erinnerung lebendig zu halten.

Ein Gedenkort für die polnischen Opfer
Der Gedenkort für Polen 1939–1945 in Berlin ist gegenwärtig ein temporärer Erinnerungsort. Er befindet sich am historischen Ort der ehemaligen Krolloper in unmittelbarer Nähe des Deutschen Bundestages.

Dass es im Zentrum der deutschen Hauptstadt einen sichtbaren Ort der Erinnerung an den deutschen Überfall, die Besatzung Polens und die polnischen Opfer gibt, besitzt eine besondere Bedeutung.

Das Gedenken an Polen gehört in das historische Gedächtnis Deutschlands. Die Erinnerung an die deutschen Verbrechen darf dabei nicht abstrakt bleiben. Sie muss die Perspektive der Opfer einbeziehen und auch kommenden Generationen vermitteln, welche Folgen Nationalismus, Menschenverachtung, Diktatur und Krieg haben können.

Aus Erinnerung erwächst Verantwortung
Für uns als Deutsch-Polnische Gesellschaften ist der 1. September deshalb nicht nur ein Tag des Rückblicks.

Aus der Erinnerung erwächst Verantwortung für Gegenwart und Zukunft.

Deutschland und Polen verbindet heute eine enge Partnerschaft in einem gemeinsamen Europa. Die deutsch-polnische Verständigung und Versöhnung nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs ist eine große historische Errungenschaft. Sie ist jedoch keine Selbstverständlichkeit. Sie muss von jeder Generation neu mit Leben gefüllt werden – durch Begegnungen, Dialog, gegenseitiges Verständnis und die Bereitschaft, auch schwierige Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte nicht auszublenden.

Die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung und unsere Niederlegung eines Gebindes waren deshalb für uns zugleich Erinnerung und Verpflichtung: für ein friedliches Europa, für eine starke deutsch-polnische Nachbarschaft und dafür, dass sich die Schrecken von Krieg und Gewaltherrschaft niemals wiederholen.

Nie wieder Krieg. Nigdy więcej wojny.


Zwischen Danzig und Berlin:

Daniel Chodowiecki neu entdecken

Als Bundesvorsitzende des Bundesverbandes der Deutsch-Polnischen Gesellschaften nahm ich am 30. August 2026 an der Eröffnung der Ausstellung „Die zwölf Leben des Daniel Chodowiecki. Eine Wiederentdeckung zum 300. Geburtstag“ in Schloss Neuhardenberg teil. Die Ausstellung erinnert an einen großen Künstler der europäischen Aufklärung – und an eine Biografie, die Danzig und Berlin auf besondere Weise miteinander verbindet.

Daniel Nikolaus Chodowiecki wurde 1726 in Danzig, dem heutigen Gdańsk, geboren. Im Alter von 17 Jahren ging er nach Berlin. Was zunächst als Lebensweg eines jungen Kaufmanns begann, entwickelte sich zu einer außergewöhnlichen Künstlerkarriere. Chodowiecki wurde zu einem der gefragtesten Zeichner, Radierer und Buchillustratoren seiner Epoche. Mehr als 4.000 Arbeiten sind überliefert. Schließlich stieg er zum Direktor der Berliner Akademie der Künste auf.

Wie groß seine Bekanntheit bereits zu Lebzeiten war, zeigt eine bemerkenswerte Begegnung: Als Johann Wolfgang Goethe 1778 Berlin besuchte, suchte er Chodowiecki gleich zweimal auf. Auch Kaiser Joseph II. sammelte seine Blätter und erkundigte sich beim Künstler nach seltenen Stücken.

Eine europäische Biografie
Aus deutsch-polnischer Perspektive ist Chodowieckis Lebensgeschichte besonders interessant. Geboren in Danzig und geprägt durch unterschiedliche kulturelle Traditionen, fand er in Berlin seine neue Heimat und seinen künstlerischen Wirkungsort. Seine Biografie führt damit unmittelbar in jene verflochtene Geschichte Europas, die sich mit heutigen nationalen Kategorien allein nur schwer beschreiben lässt.

Die Verbindung zu seiner Geburtsstadt riss dabei nicht ab. 1773 reiste Chodowiecki wieder nach Danzig und hielt die Reise und seine Begegnungen in zahlreichen Zeichnungen fest. Gerade darin liegt für mich eine besondere Aktualität Chodowieckis: Danzig und Berlin, Herkunft und neue Heimat, unterschiedliche Sprachen und kulturelle Einflüsse stehen in seinem Leben nicht gegeneinander. Sie gehören zu einer gemeinsamen Geschichte.

„Zwölf Leben“ eines Künstlers
Die Ausstellung in Neuhardenberg greift die ungewöhnliche Vielseitigkeit dieses Lebens auf. Chodowiecki war Kaufmann und Künstler, Autodidakt und Akademiedirektor, Illustrator, Mitglied der französischen Gemeinde, gefragter Kunstsachverständiger und Vater einer Künstlerfamilie, in der auch seine Töchter mit Kunst ihren Lebensunterhalt verdienten. Seine Biografie erscheint so reich, als habe er tatsächlich zwölf Leben gelebt.

Die Sonderausstellung zeigt zahlreiche Leihgaben aus privaten und öffentlichen Sammlungen. Dazu gehören Jugendzeichnungen, Pastelle aus dem Familienkreis, Vorzeichnungen zu pädagogischen Lehrbüchern, Entwürfe für den Französischen Dom in Berlin, Druckplatten und ein bislang nicht ausgestelltes Selbstporträt. Zugleich führt die Schau in die Welt der Aufklärung, des aufstrebenden Bürgertums und einer sich entwickelnden modernen Mediengesellschaft.

Kultur verbindet
Für die deutsch-polnischen Beziehungen liegt darin eine wichtige und schöne Botschaft: Unser gemeinsames kulturelles Erbe beginnt nicht erst mit den politischen Beziehungen unserer Gegenwart. Es reicht Jahrhunderte zurück. Es erzählt von Migration und Austausch, von Mehrsprachigkeit, unterschiedlichen Zugehörigkeiten und von Menschen, deren Lebenswege Räume miteinander verbunden haben.

Daniel Chodowiecki ist dafür ein eindrucksvolles Beispiel. Das Jubiläumsjahr „Chodowiecki 300“ bietet die Gelegenheit, diesen Künstler neu zu entdecken – nicht als Besitz einer einzigen nationalen Erzählung, sondern als Persönlichkeit einer gemeinsamen europäischen Kulturgeschichte.

Ich danke der Stiftung Schloss Neuhardenberg für die Einladung und für die Gelegenheit, diesen außergewöhnlichen Künstler im Jahr seines 300. Geburtstages neu kennenzulernen.

Ausstellung
Die zwölf Leben des Daniel Chodowiecki. Eine Wiederentdeckung zum 300. Geburtstag

30. August bis 27. Dezember 2026
Stiftung Schloss Neuhardenberg, Schinkelplatz, 15320 Neuhardenberg

Quellen / weiterführende Informationen
Stiftung Schloss Neuhardenberg – Ausstellung und Eröffnung
https://www.schlossneuhardenberg.de/programm/veranstaltungen/die-zwoelf-leben-des-daniel-chodowiecki-1-1498.html

bpar.DIGITAL – Ausstellungsankündigung vom 24. August 2026

Hier klicken, um den Inhalt von www.bpar.digital anzuzeigen.


„Ede und Unku“ in der DorfScheune Prädikow

Ein Abend, der nach Wiederholung schreit

Es gibt Abende, bei denen man schon währenddessen spürt: Das hier ist etwas Besonderes. Und genauso einen Abend durfte ich gestern in der DorfScheune Prädikow erleben.

Gemeinsam mit dem Verein DorfScheune Prädikow e. V. durfte ich Gastgeber des Auftakts meiner Lesereihe zu „Ede und Unku“ sein. Ein Abend, auf den ich mich sehr gefreut hatte – und der am Ende noch viel schöner, persönlicher und lebendiger wurde, als ich es mir vorher vorgestellt hatte.

Im Mittelpunkt standen zwei Bücher und die Geschichte dahinter: „Ede und Unku“ von Alex Wedding, das viele noch aus DDR-Zeiten kennen, und „Ede und Unku – die wahre Geschichte“ von Janko Lauenberger und Juliane von Wedemeyer.

Ich habe aus beiden Büchern einige ausgewählte Passagen gelesen. Ganz bewusst waren es an diesem Abend noch nicht viele, denn schließlich war dies erst der Auftakt meiner Lesereihe. Es sollte vielmehr darum gehen, eine Tür zu dieser Geschichte zu öffnen.

Nicht nur über Menschen sprechen, sondern mit ihnen

Janko Lauenberger hatte sich bereit erklärt, sehr persönlich von seinen eigenen Erfahrungen als Sinto zu erzählen und die Fragen unserer Gäste zu beantworten. Es ging um sein Aufwachsen, um Erfahrungen mit Vorurteilen und Ausgrenzung, um Familie und Identität – und natürlich auch um die Musik und die Frage, wie er selbst zu ihr gekommen ist.

Für mich waren gerade diese persönlichen Antworten besonders wertvoll. Denn plötzlich liest man nicht mehr nur über eine Geschichte. Da sitzt einem ein Mensch gegenüber, erzählt, erinnert sich, lacht und beantwortet Fragen, auf die kein Buch dieselbe Antwort geben könnte. Genau solche Begegnungen wünsche ich mir für meine Lesereihe.

Musik, die den ganzen Abend verbunden hat

Die Sinti Swing Band aus Berlin war von Beginn an Teil des Abends. Schon zwischen einzelnen Abschnitten der Lesung und unseres Interviews spielte die Band immer wieder Musik. Dadurch entstand eine wunderbare Atmosphäre: Worte, persönliche Erinnerungen und Musik wechselten sich ab und gehörten doch ganz selbstverständlich zusammen.

Nach der Lesung und dem Gespräch war der Abend noch lange nicht vorbei. Es folgte ein richtiges Konzert der Sinti Swing Band. Spätestens da wurde aus einer Buchveranstaltung endgültig ein gemeinsamer Abend voller Begegnung und Lebensfreude.

Suppe, Getränke und Zeit füreinander

Auch die vielen Dinge, die später auf keinem Veranstaltungsplakat stehen, haben diesen Abend besonders gemacht. Dank der großartigen Organisation des DorfScheune Prädikow e. V. wurden in der Pause Getränke ausgeschenkt und es gab Suppe, sodass niemand hungrig bleiben musste.

Und gleichzeitig entstand etwas mindestens ebenso Wichtiges: Zeit füreinander. Man stand zusammen, tauschte sich aus und kam miteinander ins Gespräch. Genau das macht für mich eine solche Veranstaltung aus: nicht nach dem letzten Satz sofort die Jacke anzuziehen und nach Hause zu fahren, sondern zu bleiben, zu reden, gemeinsam zu essen, zuzuhören und Menschen kennenzulernen.

Dieser Abend bekommt eine Fortsetzung

Am Ende blieb bei mir vor allem ein Gefühl zurück: Das müssen wir wiederholen.

Und tatsächlich gibt es bereits etwas, worauf ich mich besonders freue. Janko Lauenberger und ich haben vereinbart, dass er im kommenden Jahr wieder zu mir kommt. Dann soll es einen Kaminabend mit Janko Lauenberger geben.

Darauf freue ich mich schon jetzt sehr. Nach diesem ersten gemeinsamen Abend weiß ich, wie spannend, persönlich, nachdenklich und zugleich unterhaltsam ein Gespräch mit ihm sein kann. Bei einem Kaminabend werden wir noch mehr Zeit haben, miteinander zu reden, Geschichten zu hören und Themen zu vertiefen, für die bei einer einzelnen Veranstaltung nie genug Zeit bleibt.

Danke!

Mein Dank gilt Janko Lauenberger für seine Offenheit und dafür, dass er diesen Abend so persönlich gemacht hat. Danke an die Sinti Swing Band für die musikalischen Einlagen während unserer Lesung und unseres Gesprächs – und natürlich für das wunderbare Konzert im Anschluss.

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an den DorfScheune Prädikow e. V. für die gemeinsame Organisation, die Bewirtung unserer Gäste und all die Arbeit vor und hinter den Kulissen.

Ebenso danke ich der Sparkasse Märkisch-Oderland und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg für die finanzielle Unterstützung, durch die dieser Abend möglich wurde.

Vor allem aber danke ich unseren Gästen: fürs Kommen, fürs Zuhören, für die Fragen und Gespräche – und dafür, dass aus einer geplanten Veranstaltung ein Abend geworden ist, an den ich mich noch lange erinnern werde.

Eine Buchlesung, ein sehr persönliches Gespräch, gemeinsames Essen und schließlich ein Konzert – für mich war das genau die Art von Kultur und Begegnung, die wir brauchen.

Und wenn ich nach diesem Auftakt einen Wunsch äußern darf, dann ist es ein ganz einfacher: Mehr davon!

Spätestens beim Kaminabend mit Janko Lauenberger im kommenden Jahr sehen wir uns wieder.


22.8.26 | Gelebte deutsch-polnische Partnerschaft

Besuch beim 29. Lebuser Brotfest in Bogdaniec

Brot verbindet – und Begegnungen schaffen Freundschaft

Heute durfte ich als ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Prötzel unsere polnische Partnergemeinde Bogdaniec besuchen und am 29. Lebuser Brotfest teilnehmen.

Es war für mich eine große Freude, diesen besonderen Tag gemeinsam mit unseren polnischen Freundinnen und Freunden zu verbringen. Das Brotfest ist dabei weit mehr als ein traditionelles Fest rund um das Backhandwerk. Es steht für Gemeinschaft, Gastfreundschaft und das Miteinander – und damit für Werte, die auch unsere Partnerschaft zwischen Prötzel und Bogdaniec prägen.

Brot verbindet.

Wir teilen Brot mit unserer Familie, mit Freunden und mit Gästen. Wir reichen es einander über den Tisch. Und ganz gleich, ob wir in Polen oder Deutschland zu Hause sind: Der Duft von frischem Brot weckt Erinnerungen an Heimat, Familie und Geborgenheit.

Für mich ist das Brot deshalb auch ein wunderbares Symbol für unsere deutsch-polnische Nachbarschaft.

Kommunale Partnerschaften leben nicht von Verträgen und Unterschriften allein. Sie werden durch Menschen lebendig. Durch gegenseitige Besuche, gemeinsame Feste, Gespräche, persönliche Freundschaften und die Bereitschaft, einander zuzuhören und voneinander zu lernen.

Partnerschaft entsteht von Mensch zu Mensch.

Diese Überzeugung begleitet mich nicht nur in meiner Arbeit als ehrenamtliche Bürgermeisterin von Prötzel, sondern auch als Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutsch-Polnischen Gesellschaften.

Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten rauer werden und häufig stärker über das Trennende als über das Verbindende gesprochen wird, sind Begegnungen über Grenzen hinweg besonders wertvoll. Vertrauen, Respekt und gegenseitiges Verständnis entstehen dort, wo Menschen miteinander und nicht übereinander sprechen.

Die deutsch-polnische Freundschaft wird deshalb nicht allein in Berlin und Warschau gestaltet. Sie wird auch hier gestaltet – in Bogdaniec und Prötzel, in unseren Gemeinden, Vereinen und Schulen und überall dort, wo Deutsche und Polen miteinander ins Gespräch kommen.

Dabei können wir uns vielleicht sogar ein wenig am Brot orientieren: Für ein gutes Brot braucht es verschiedene Zutaten. Jede für sich ist anders – und gemeinsam entsteht daraus etwas Gutes.

Auch eine lebendige Gesellschaft und ein gemeinsames Europa brauchen Vielfalt, Zusammenhalt und die Bereitschaft, füreinander Verantwortung zu übernehmen.

Deutschland und Polen verbindet eine besondere Geschichte. Daraus erwächst Verantwortung. Vor allem aber haben wir die große Chance, unsere gemeinsame Zukunft als Freunde und gute Nachbarn zu gestalten.

Ich wünsche mir, dass wir die Partnerschaft zwischen Prötzel und Bogdaniec auch in Zukunft mit vielen Begegnungen, gemeinsamen Projekten, dem Engagement unserer Vereine, jungen Menschen und persönlichen Freundschaften weiter mit Leben füllen.

Mein herzlicher Dank gilt unseren Gastgeberinnen und Gastgebern in Bogdaniec für die große Gastfreundschaft, die herzlichen Begegnungen und die vielen guten Gespräche beim heutigen Brotfest.

Dziękuję za Waszą przyjaźń.
Dziękuję za nasze partnerstwo.

Danke für eure Freundschaft. Danke für unsere Partnerschaft.

Was uns verbindet, ist stärker als das, was uns trennt.

Niech żyje przyjaźń polsko-niemiecka!
Es lebe die deutsch-polnische Freundschaft!

TERMINE, VERANSTALTUNGEN

KOMMEN SIE VORBEI!


HEUTE
21.09.
Gesundheit vor Ort

18:00

Podiumsdiskussion mit Dr. Joleen Gruhn, MdL und Landrat Gernot Schmidt

Giebelseehalle
in Petershagen/Eggersdorf


HEUTE
15.10.
„Ede und Unku“ – Lesung- und Gesprächsreihe, Wriezen

Kommen Sie vorbei! Ab 18 Uhr
Kirche Wriezen, Markt

 


HEUTE
17.10.
„Ede und Unku“ – Lesung- und Gesprächsreihe, Buckow

Kommen Sie vorbei! Ab 19 Uhr
Wohlbehagen Buckow, Wriezener Straße 5

 


HEUTE
02.11.
Gesundheit vor Ort

18:00

Podiumsdiskussion mit Dr. Joleen Gruhn, MdL und Landrat Gernot Schmidt

Giebelseehalle
in Petershagen/Eggersdorf